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Richtige Vorbereitung für den Schiwinter

Aus "Privatklinik Döbling Aktuell" Ausgabe 8

Zur richtigen Vorbereitung gehören Check der Ausrüstung, körperliche und mentale Fitness.

Ausrüstungs-Check

Vor Beginn der Schisaison müssen Schibindungen individuell auf Geschlecht, Körpergröße, Können, Alter und Gewicht eingestellt werden, Auch Kanten und Belag sollten überprüft werden. Ein Helm schützt Kinder wie Erwachsene vor Kopfverletzungen und sollte daher ebenso wie entsprechende Schibrillen zur Grundausstattung gehören. Auf Sehhilfen wie Brille oder Kontaktlinsen sollte bei Fehlsichtigen auch beim Schisport nicht verzichtet werden. Funktionelle Bekleidung und gut passende Schischuhe runden die Ausrüstung ab.

Körperliche Fitness

Ein wichtiger Bestandteil der Verletzungsvorbeugung besteht in der körperlichen Fitness. Zumindest zwei Monate vor Beginn der Schisaison sollte mit dem Training begonnen werden. Wer sich alleine dazu nur schwer aufraffen kann, besucht einen von zahlreichen Schigymnastikkursen, die von Sportvereinen, Universitäten und Fitnesscentern angeboten werden.Sporttraumatologische Gesichtspunkte Beim Wintersport ist der Körper ungewohnten Belastungen ausgesetzt, besonders bei Übermüdung ist das Unfallrisiko hoch. Fast die Hälfte der Verletzungen beim Schisport betreffen die Beine und davon die Hälfte die Knie. Damit ist das Knie der am häufigsten verletzte Körperteil. Bereits in der Vorbereitungsphase müssen vorbestehende Beschwerden abgeklärt und behandelt werden. Dabei gilt es Schwachpunkte zu finden und diese gezielt zu verbessern. Im Vordergrund stehen Lockerungen im Bereich der Kreuzbänder, aber auch Innenbandverletzungen, Knorpelverletzungen und Meniskusrisse sind häufig.

Sollte bereits eine Verletzung eingetreten sein, müssen Meniskus, Knorpel und Kreuzband im Kniegelenk möglichst erhalten werden, um die Funktionsfähigkeit des Kniegelenks wieder herzustellen. Das gilt nicht nur für Spitzensportler, sondern auch für den Hobbysportler, der eine Verletzung erleidet.

Jede zehnte Verletzung, die im Krankenhaus behandelt werden muss, stellt eine Schädelverletzung dar. Um solche zu vermeiden, wird das Tragen eines Helmes für Jung und Alt empfohlen. Weitere im Spital behandelte Verletzungen im Zusammenhang mit Schifahren sind Knochenbrüche, Sehnen- und Muskelverletzungen.

Vielen Unfälle und Verletzungen könnten vermieden werden, wenn man sich rechtzeitig vor dem Urlaub fit machen würde. Wie sieht die ideale Vorbereitung aber aus?

Ausdauer

Als ideales Trainingsgerät zur Steigerung der Ausdauer hat sich das Fahrrad-Ergometer erwiesen. Zur Erstellung eines optimalen, individuell abstimmten Trainingsplans empfiehlt sich die Beratung durch einen Leistungsphysiologen. Eine solche wird beispielsweise auch in der Sportklinik an der Privatklinik Döbling angeboten. Durch das Fahrradtraining kann ein schonender Muskelaufbau sowie eine Verbesserung der Ausdauer erzielt werden. Aber auch Laufen, Schwimmen und Cross-Trainer führen zu einer höheren Ausdauer.

Kraft

Die Beinpresse trägt ebenso wie Kniebeugen zu einer Verbesserung der Muskelfunktion bei. Auch Kniebeugen und entsprechende Gymnastik sind unter professioneller Anleitung zu empfehlen.

Koordination

Eine weitere wichtige Maßnahme in der Vorbereitung stellt das Koordinationstraining dar. Dabei sind Übungen auf dem Wackelbrett sowie Balanceübungen zu empfehlen. Auch das einfache Balancieren über einen Baumstamm dient zur Verbesserung der Koordination. Eine Unterstützung durch eine Physiotherapeutin kann bei diesen Übungen hilfreich sein.

Mentale Fitness

Neben der körperlichen Fitness stellt die geistige Verfassung einen wichtigen Faktor in der Verletzungsvorbeugung dar. Geistige Müdigkeit, Unkonzentriertheit und auch der Einfluss von Alkohol können zur Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und damit zu schweren Verletzungen führen.

Zusammenfassung

Wichtig ist vor allem ein gutes, regelmäßiges Muskeltraining. Aber auch Laufen, Ergometer- und Koordinationstraining sind ebenso wie die Unterstützung durch Physiotherapeuten zu empfehlen. Dadurch und durch die entsprechende Ausrüstung können Verletzungen vermieden werden. Bei Unklarheiten ist die Beratung durch einen Sporttraumatologen zu empfehlen, damit einer unbeschwerten und verletzungsfreien Schisaison nichts mehr im Wege steht.